Neues von Mainsite & aus dem ICO

Im Einsatz für das ICO und seine Nachbarn

Feuerwehrleute absolvierten Lehrgang "Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge"

Sogenannte Hubrettungsfahrzeuge setzt die Feuerwehr ein, um Menschen, die keinen Fluchtweg finden, aus brennenden Gebäuden zu retten, um Großbrände zu bekämpfen, Kranke oder Verletzte aus den oberen Gebäudegeschossen zu holen, wenn der Platz im Treppenhaus für den Transport nicht reicht, oder bei Unwettern und Sturmschäden technische Hilfe oder Sicherungsaufgaben zu leisten. Für diese anspruchsvollen Aufgaben sind in unserer modernen privaten wie beruflichen Umwelt hochtechnisierte Spezialfahrzeuge notwendig, die mit besonders geschultem Bedienpersonal binnen Minuten am Schadensort sind und unter widrigsten Bedingungen wirksame Hilfe bringen.

Im ICO ist hierfür bei der Werkfeuerwehr eine Drehleiter mit Rettungskorb, eine so genannte DLK 23-12, stationiert. Sie wird im Verbund mit den Nachbargemeinden Erlenbach, Elsenfeld und Obernburg betrieben und rückt auch in diese Gemeinden, einschließlich ihrer Ortsteile, bei Gebäudebränden und anderen Notständen aus. Zwei hauptberufliche Werkfeuerwehrleute werden täglich für dieses komplexe Rettungsgerät eingeteilt, um rund um die Uhr dessen Einsatzbereitschaft sicherzustellen.

Damit alle Mitarbeiter unserer Werkfeuerwehr auf dem gleichen Stand sind, fand Anfang des Jahres ein Lehrgang für Maschinisten von Hubrettungsfahrzeugen statt, der zum wiederholten Mal mit der Ausbildungsplattform „DREHLEITER.info“ organisiert wurde. Trainer Björn Liedtke, selbst Berufsfeuerwehrmann in Bielefeld und zertifizierter Ausbilder in diesem Fach, schulte intensiv und sehr praxisbezogen sechs Maschinisten in allen technischen und taktischen Themen rund um den Drehleitereinsatz. Dabei ging es um die optimale Ausnutzung der Reichweiten ebenso wie um Notfallmaßnahmen bei Systemfehlern oder den richtigen Einsatz der umfangreichen Beladung. Der Lehrplan wird inhaltsgleich auch von den Staatlichen Feuerwehrschulen vermittelt; allein die knappen Lehrgangsplätze ließen die Werkfeuerwehr vor sechs Jahren diesen neuen Weg beschreiten. Am Ende der Woche absolvierten die sechs neuen Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge die schriftliche wie die praktische Prüfung mit Bravour. Damit steht nicht nur im ICO eine komplett ausgebildete Feuerwehrmannschaft zur Bedienung der Drehleiter zur Verfügung, sondern auch die Bürger von Erlenbach, Elsenfeld und Obernburg können sich darauf verlassen, dass ihre Feuerwehren vor Ort im Ernstfall schnelle und wirkungsvolle Unterstützung bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung erhalten.

Übrigens entstand diese in jeder Hinsicht segensreiche Idee einer gemeinsamen Drehleiter bereits vor über 45 Jahren. Mainsite und die drei Nachbarkommunen sind sich einig, dieses Konzept weiter fortzusetzen.

Foto oben: Die neuen Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge (v. l.): Bernd Stegmeier, Joshua Müller, Jonas Reis, Julian Klug, Frank Hertlein und Christian Heiter mit Lehrgangsleiter Björn Liedtke.

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