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550-Tonnenkran im ICO-Einsatz

Millimetergenaues Einheben von zwei ca. 100 Tonnen schweren Dampfkesseln ins ICO-Kraftwerk

Der Kran im Einsatz

11. Juli 2018

Mit einem Autokran, der sonst beim Aufbau von Windkraftanlagen zum Einsatz kommt, werden am 12. und 14. Juli zwei etwa 100 Tonnen schwere Dampfkessel in das standorteigene Kraftwerk des Industrie Centers Obernburg eingehoben. Der Kran verfügt über eine Höhe von 96 Metern und kann maximal 550 Tonnen Gewicht heben. Er wird begleitet von einem Tross von 25 Fahrzeugen, die die Einzelteile des Krans an Ort und Stelle bringen. Mit mehreren weiteren Autokränen wurde der Megakran in zwei Tagen vor dem Kraftwerk zusammengebaut.

Die beiden Kessel sind Bestandteile des umfangreichen Kraftwerkmodernisierungsprogramms mit einem Gesamtvolumen von etwa 50 Mio. Euro. Sie ersetzen bisherige Dampfkessel und bieten moderne Technik mit deutlich verbesserter Effizienz und höherer Zuverlässigkeit. Bereits an den Abenden vorher erfolgt der Transport der Kessel auf einem Spezialanhänger vom Hafenbereich des ICO zum Kraftwerk. Der Hänger selbst hat 10 Achsen, von der jede individuell steuerbar ist.

Knifflig macht die Sache, dass die beiden neuen Kessel bei laufendem Betrieb zwischen den Kaminen hindurch über das geöffnete Dach in das Gebäude gehoben werden müssen. Die Herausforderung für den Kranführer besteht darin, dass beim Einbringen der Kessel rechts und links nur etwa 10 Zentimeter Spielraum bleiben. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt.

12. Juli 2018

Erfolgreich verlief die Einhebung des ersten Dampfkessels im Laufe des heutigen Vormittags in das Kesselhaus des Kraftwerksgebäudes im ICO. Rund 90 Minuten dauerte es, bis der Dampfkessel vom Kran auf etwa 80 Meter gehoben und zwischen dem mittleren und dem westlichen Turmkessel des Kraftwerks hindurchbugsiert war. Anschließend erfolgte auf der nördliche Seite die Absenkung auf das Niveau des Kesselhausdaches. Dann begann der filigranste Teil des Manövers. Durch die Öffnung im Dach des Kesselhauses musste der Kranführer den Kessel auf den Zentimeter genau an Ort und Stelle dirigieren. Unterstützt wurde er hierbei von vier Mitarbeitern, die in Funkkontakt zu ihm standen. Ohne Schramme und Rempler an der Öffnungskante gelangte der Kessel an den vorgesehenen Aufstellungsplatz, wo er nun mit weiteren Komponenten verbaut wird. Am Samstag, 14. Juli, folgt der Einbau des nächsten Kessels.

 Der 100 Tonnen schwere Kessel auf dem Weg nach oben 

Auf 80 Metern Höhe mit Gefühl zwischen den beiden Turmkesseln hindurch.

Millimeterarbeit war gefordert beim Einbringen des Kessels durch die Dachöffnung.

 

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