Neues von Mainsite & aus dem ICO

Neues Logistikzentrum ging in Betrieb

Etwas über ein Jahr dauerte die Erstellung des 71.000 m2 Fläche umfassenden neuen Logistikzentrums des Industrie Centers Obernburg (ICO). Die Fläche verteilt sich auf sieben Hallen mit je rund 10.000 m2. Die Investition von rund 50 Mio. Euro erfolgt durch die Mainsite GmbH & Co.KG als Betreibergesellschaft des ICO. Den logistischen Betrieb des Terminals übernimmt ebenfalls die Mainsite. Neben den mit Waren aus dem ICO belegten Hallen ist bereits ein Teil der Hallen an Unternehmen außerhalb des Industrie Centers Obernburg vermietet. Daher stehen nur noch einige Flächen zur Vermietung zur Verfügung.

Dank der milden Temperaturen gingen umfangreichen Bauarbeiten an den Hallen auch in den Wintermonaten ohne Unterbrechungen weiter und schritten daher zügig voran. Nach dem Richtfest im April startete Ende Mai bereits der Bezug der ersten Hallen. Bis Ende Juni waren die Hallen sechs und sieben bereits belegt. Aktuell erfolgen die Arbeiten an den Außenanlagen, die Anschlüsse an die bestehenden Netzwerke des ICO und die Einrichtung des Portiergebäudes für das Sicherungspersonal. Abgeschlossen wird das Gesamtprojekt im November 2019 mit der offiziellen Schlüsselübergabe.

Je nach Erfordernis der Nutzer bieten die Logistikhallen insgesamt Platz für über 200.000 regalierte Stellplatzeinheiten. 25.000 m2 befestigte Außenanlagen dienen als Stau-, Rangier- und Parkflächen. Die Hallenhöhe beträgt (Unterkante Binder) 10,60 Meter. Die Hallen sind mit jeweils zehn Rampen/Toren ausgestattet und verfügen über 6-to-Klappkeilbrücken zur variablen Fahrzeugbe- und -entladung. Weiter stehen pro Halle ca. 900 m2 auf einer Mezzaninebene als Büro-, Sozial- und Fachbodenlagerflächen zur Verfügung. Zusätzlich ermöglichen acht Sektionaltore ebenerdige Warenanlieferung und –abholung. Eine Warmwasserheizung für temperaturempfindliche Waren und Produkte, eine 200- Lux-LED-Beleuchtung, eine moderne Brandmeldeanlage, eine Sprinklerzentrale mit Löschwasserbevorratung und einem Deckensprinklernetz sowie Wandhydranten stehen ebenfalls zur Verfügung. Das gesamte Gelände verfügt über einen Zaun und wird vom Werkschutz der Mainsite sowie von der ICO-Werkfeuerwehr sicherheitstechnisch betreut.

 

Bereit für den Klimawandel: Bayerns größtes Biodiversitäts-Gründach mit 71.000 qm!

Ein Highlight des gesamten Bauprojekts bildet das Gründach - es ist das Größte in Bayern – und erregte bei Baufachleuten wie Logistikexperten einiges Aufsehen. Neben Studierenden und Spezialisten des Instituts für Massivbau der TU Darmstadt besichtigten bereits verschiedene Gruppen aus Wirtschaft und Politik das Gründach. Der bei der Dacherstellung verfolgte nachhaltige Ansatz zielt darauf ab, die natürliche Artenvielfalt an Pflanzen und Bodenarten entsprechend den klimatischen Verhältnissen am Untermain abzubilden. Es verfügt neben dem etwa 10 cm dicken Substratbelag auch über sandige und steinige Bereiche. Aufgeschichtete Totholzstapel bieten Insekten aller Art die Möglichkeit zur Ansiedlung. Nach anfänglich erforderlicher Pflege entwickelt sich auf dem Dach ein eigener Biorhythmus, der dem auf dem Boden entspricht. Die Grünfläche, die dem Bau des Zentrums weichen musste, wird so auf dem Dach wieder ausgeglichen und es entsteht in luftiger Höhe ein neues Habitat für die heimische Fauna und Flora. Für das Gründach zeichnet die Firma Gründach Westerwald GmbH verantwortlich. Sie wird beraten von Dr. Stephan Brenneisen vom „Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen“ der Hochschule Zürich, wo er die Forschungsgruppe Stadtökologie leitet. Dr. Brenneisen ist seit Jahren ein international vielgefragter Experte auf dem Gebiet der nachhaltigen Dachbegrünung.

Der Mehraufwand in den Baukosten, überwiegend verursacht von der Tragkonstruktion für rund 8.000 Tonnen schwere Dach, kompensiert sich über den Lebenszyklus in verschiedenen Bereichen. Die Standzeit der Dachhaut liegt mindestens 30% höher und es isoliert besser gegen Wärme und Kälte. Bereits im aktuellen Sommer wurden um 4 Grad geringere Temperaturen in den begrünten Hallen im Vergleich zu marktüblichen Hallen verzeichnet. Zudem dient es als Regenretentionsfläche, d.h. rund 60% des Niederschlags speichert das Dach in seiner Substratschicht. Die restlichen 40% versickern über eine zusätzlich gebaute Rigole im Untergrund. Damit das Dach besichtigt werden kann, ist auch ein etwa 600 Meter langer Rundweg vorgesehen.

Soweit wie möglich griffen die Projektverantwortlichen bei allen Gewerken und Baustoffen auf Unternehmen der Region Bayerischer Untermain zurück. Dies gilt für die gesamten Planungsarbeiten und die Konzepterstellung der Tiefbauarbeiten durch das Laudenbacher Ingenieurbüro ISB sowie die Ausführung der Tiefbauarbeiten im Rahmen der Geländevorbereitung durch die in Niedernberg beheimatete Firma Stix. Auch die mit dem Projekt als Generalunternehmer beauftragte Firma Dreßler Bau GmbH hat ihren Sitz in Aschaffenburg.

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