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Unterfränkische Flussmeister tagten bei Mainsite

Als wichtige Fachleute vor Ort bezeichnete Landrat Jens Marco Scherf die unterfränkischen Flussmeister bei den Wasserwirtschaftsämtern Aschaffenburg und Bad Kissingen anlässlich ihrer Bezirkstagung im Industrie Center Obernburg. Die zunehmend extremer werdenden Wetterereignisse in 2018 mit starker Trockenheit und Hitze betätigten, wie wichtig der verantwortungsvolle Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser für uns alle sei. Dies unterstrich auch Alexander Hofmann, MdB. Als Bindeglied zwischen Bevölkerung und Behörden leisteten die Flussmeister unverzichtbare Arbeit, um den wassertechnischen Herausforderungen der Zukunft mit Sachverstand und Augenmaß begegnen zu können. Zu der Tagung hatte der Vorsitzende der unterfränkischen Flussmeister, Peter Rosenberger, in Kooperation mit Stefan Behnke von der Firma MainTech Systems im Industrie Center Obernburg, eingeladen.

Nach den Grußworten referierte Axel Bauer, Leiter Wasserwirtschaft bei der Regierung von Unterfranken, über die Auswirkungen der lang anhaltenden Trockenheit bei gleichzeitiger großer Hitze im zurückliegenden Sommer und in den Vorjahren. So habe es seit 2015 nur fünf Monate gegeben, in denen die mittlere Temperatur unter dem Durchschnitt gelegen habe. Auch der Niedrigwasserbericht weise ein Wasserdefizit für Flüsse, Bäche und Seen aus, wohingegen die Trinkwasserspeicher noch recht gut versorgt seien. Eine wirkungsvolle Behebung des Wasserdefizits schaffen nur mehrere Monate anhaltende Niederschläge. Auch sei die Überleitung von Wasser aus der Donau in den Main aufgrund der niedrigen Pegelstände in den zurückliegenden Monaten nur selten möglich gewesen. Als organisatorische Gegenmaßnahme habe man das Projekt Niedrigwassermanagement gestartet. Es diene einer nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung mit dem Ziel, sowohl die Grundwasserneubildung als auch die Steuerung der Wasserentnahmen im Rahmen der klimatischen Veränderungen gesamtheitlich zu betrachten. Eine daraus resultierende Risikoprüfung diene der zuverlässigen Sicherstellung der Wasserversorgung.

Dr. Lutz Dümmel, Kraftwerksleiter des ICO und technischer Geschäftsführer der Gemeinschaftskläranlage Bayerischer Untermain in Elsenfeld, berichtete über die Auswirkungen der Trockenheit auf das ICO. Für die am Standort beheimateten Unternehmen, so Dr. Dümmel, sei eine sichere Wasserversorgung unverzichtbar. Daher verfüge der Standort über eine eigene Wasserversorgung. Dabei nutze man Mainwasser zu Kühlzwecken und gewinne über Brunnengalerien das Verbrauchswasser für die Unternehmen. Die heißen Sommermonate seien auch am ICO nicht spurlos vorüber gegangen. Durch das starke Aufheizen des Mains habe man die Leistung des Kraftwerks deutlich drosseln müssen – trotz gleichzeitig hohen Energiebedarfs der Standortunternehmen aufgrund der guten Auslastungssituation. Erst Ende August habe sich die Lage wieder etwas entspannt.

Der Vorsitzende der unterfränkischen Flussmeister, Peter Rosenberger, referierte im Anschluss über verschiedene Methoden zur Reduktion von Wasserverlusten in den kommunalen Versorgungsnetzen und verwies auf die Initiative der Staatsregierung „Schau auf die Rohre“. Jährlich gehen erhebliche Mengen an Trinkwasser aufgrund maroder oder undichter Leitungssysteme verloren.

Ein Rundgang durch verschiedene Standortbereiche des ICO rundete den Besuch ab.

Unser Foto zeigt (v.l.) Leonhard Rosentritt (Leiter Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen), Stefan Behnke (Leiter Vertrieb MaintTech Systems GmbH), Dr. Herbert Walter (Leiter Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg), Peter Rosenberger (Vorsitzender der unterfränkischen Flussmeister), Alexander Hoffmann MdB, Landrat Jens-Marco Scherf und Axel Bauer (Leiter Wasserwirtschaft an der Regierung von Unterfranken).

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