Neues von Mainsite & aus dem ICO

Würzburgs Bischof zu Gast im ICO: Besorgt über mangelnde Balance zwischen Ökologie und Ökonomie

Dr. Jörg Beugholt, Andreas Scherhans, Bischof Dr. Franz Jung

Zu einem Informationsbesuch kam am 19. Februar 2020 Dr. Franz Jung, Bischof von Würzburg, in Begleitung von Monsignore Dr. Matthias Türk, KAB-Präses Peter Hartlaub, KAB-Sekretär Schmitt und Betriebsseelsorger Ludwig Stauner ins Industrie Center Obernburg.

Nach der Begrüßung durch die beiden Mainsite-Geschäftsführer Andreas Scherhans und Dr. Jörg Beugholt und einer Vorstellung des Industrie Centers Obernburg besichtigte Bischof Jung unter Führung von Betriebsleiter Thomas Rasch die Faserproduktion der PHP Fibers, wo hochwertige Garne für den Einsatz in Airbags, Sicherheitsgurten und vielen anderen Anwendungsgebieten hergestellt werden.

Foto unten: Bischof Dr. Franz Jung, PHP-Betriebsleiter Thomas Rasch und Monsignore Dr. Mathias Türk in der Synthesegarnproduktion.

Daran schloss sich ein intensiver Gedankenaustausch über die aktuellen Herausforderungen von Industriebetrieben und die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Mainsite-Personalleiterin Barbara Strasser erläuterte den Gästen die für den Standort geltenden Tarifstrukturen der chemischen Industrie und auch die zunehmend spürbaren Auswirkungen des demografischen Wandels. Als Reaktion darauf habe man in der PHP Fibers den Altersdurchschnitt durch Reduzierung auf die 35-Stunden-Woche und gleichzeitige Ergänzung des Personals um junge Leute signifikant verbessert. Zugleich helfe dies mit, dass die Belastungen der Schichtmitarbeiter deutlich reduziert werden konnten. Sie wies auch darauf hin, dass es immer schwieriger werde, junge Leute für technische Ausbildungsberufe zu begeistern. Wie in anderen Unternehmen zeigten sich durchschnittlich steigende Krankenstände – auch durch die zunehmende Zahl psychischer Erkrankungen.

Betriebsrat Roland Berninger stellte den Gästen die tarifliche Altersversorgung in der chemischen Industrie vor und unterstrich deren Wichtigkeit gerade für das Schichtpersonal. Ebenfalls vorgestellt wurden die verschiedenen Einrichtungen des Standorts, die allen Beschäftigten zur Verfügung stehen sowie die vielfältigen Angebote im Gesundheitsbereich.

Beim Stichwort Nachhaltigkeit war man sich darin einig, dass man die Anforderungen der Ökologie mit ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Ökonomie als Lieferant der erforderlichen Arbeitsplätze und damit des Wohlstands in unserer Gesellschaft/ Region in der Gesamtheit diskutieren müsse.

Beeindruckt zeigte sich der Bischof von der stetig wachsenden Komplexität des Umfeldes, in dem sich gewachsene Industriestandorte wie das Industrie Center Obernburg heute bewegen müssen. Dies gilt einerseits für das globale und vorwiegend asiatisch geprägte Wettbewerbsumfeld, andererseits aber auch für die ständig wachsenden Regulierungen, Vorschriften und Einschränkungen z.B. durch die Energiepolitik, die Umweltpolitik oder auch die öffentliche Meinung.

Abschließend dankte Bischof Jung allen Beteiligten für die gewährten Einblicke hinter die Kulissen eines großen Industriestandorts und betonte, dass nicht der der Glückliche sei, der alles habe, sondern der, der aus den Gegebenheiten das Beste mache. Dazu wünschte er allen Verantwortlichen im ICO und allen Beschäftigten viel Erfolg.

Bischof Dr. Franz Jung mit Vertreterinnen und Vertretern des Industrie Centers Obernburg.

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