Die Mainsite investiert rund zwei Millionen Euro in eine Altlastensanierung auf dem Areal zwischen dem Parkplatz Götzgrube und dem Glanzstoffsee. Die Maßnahme dient dem Grundwasserschutz und erfolgt unabhängig von der geplanten Süderweiterung des Industrie Center Obernburg.
„Die bestehenden Grundwassermessstellen im direkten Umfeld sind nachweislich unbelastet. Die Sanierung und Sicherung sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, um diesen Zustand dauerhaft zu sichern. Das Sanierungs- und Sicherungskonzept wurde von den zuständigen Behörden geprüft; sämtliche Maßnahmen sowie die begleitenden Bodenbeprobungen werden behördlich überwacht“, so Sebastian Krug, Leiter Standortentwicklung Mainsite und Projektverantwortlicher.
Auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern wird ein mit Schadstoffen belasteter Teilbereich abgetragen und deponietechnisch verwertet. Im Anschluss wird die gesamte Fläche durch spezielle Kunststoffdichtungsbahnen vollständig oberflächenversiegelt. Die Arbeiten werden voraussichtlich acht bis zwölf Wochen in Anspruch nehmen.
Historische Belastungen im Fokus
Obwohl der Standort bzw. die dort angesiedelten Unternehmen nicht Verursacher der Verunreinigungen sind, übernimmt die Mainsite als heutige Eigentümerin die Verantwortung für die Sicherung und Sanierung. Durchgeführt werden die Sanierungsmaßnahmen von der Geiger Gruppe aus Oberstdorf. Die HPC AG, ein Fachplanungsbüro zur Altlastensanierung, begleitet und überwacht die Maßnahmen. Bei den auf dem Gelände festgestellten Rückständen handelt es sich vermutlich um Calciumarsenat bzw. Calciumarsenit.
„Diese Stoffe wurden früher als Pflanzenschutzmittel, insbesondere im Weinbau, eingesetzt. Während der Einsatz dort bereits 1942 verboten wurde, blieb er in anderen Bereichen der Bundesrepublik bis 1974 zulässig. Wie genau die Belastung in diesen spezifischen Bereich gelangte, lässt sich heute nicht mehr nachverfolgen“, so. Dr. Anselm Reuter, HPC AG. „Unser Ziel ist es nun, durch den Abtrag von schadstoffbelastetem Boden und der vollständigen Versiegelung eine Verlagerung in tiefere Bodenschichten dauerhaft auszuschließen.“
Historie der Fläche
Das betroffene Areal blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Bis etwa 1971 wurde das Gelände durch das Kieswerk Fritz Götz genutzt. Im Jahr 1971 erwarb die Glanzstoff AG die Fläche, die seither als Brachfläche diente. Seit 2003 ist die Mainsite als Betreibergesellschaft des Industrie Center Obernburg im Besitz der Fläche. Die Bodenbelastungen wurden im Vorfeld des Baus eines Versickerungsbeckens für Regenwasser, das dann an anderer Stelle umgesetzt wurde, entdeckt und anschließend systematisch erkundet und die Grundwasserqualität regelmäßig überwacht. Auf dieser Grundlage wurde gemeinsam mit den Behörden und den Fachexperten das nun umzusetzende Sanierungskonzept entwickelt.
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