Rohbauarbeiten in Kürze abgeschlossen - Biodiversitätsdach der Superlative entsteht

April 2019

Mit dem traditionellen Richtfest begingen Bauherr Mainsite und ausführender Generalunternehmer Dreßler Bau am 4. April den Abschluss der Rohbauarbeiten für das neue ICO-Logistikzentrum. Über 300 geladene Gäste aus Nah und Fern - von Behörden, aus der regionalen Wirtschaft, den beteiligten Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zur Mainsite-Gruppe gehörenden Unternehmen - erlebten eine stimmungsvolle und rundum gelungene Feier in der Halle 6 des neuen Areals. Nach dem von der Zwischendecke der Halle vorgetragenen Richtspruch durch Polier Burkard Ries und dem obligatorischen Zerschmettern des Glases wurde aufgrund des schlechten Wetters die Richtkrone in der Halle mit einem Großstapler an der Decke angebracht.

Anschießend sprachen Mainsite-Projektleiter Andreas Schneider und Dreßler-Geschäftsführer Hubertus Dreßler. Schneider betonte in seiner Rede die Bedeutung des gesamten Projekts als wichtigem Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Industrie Centers Obernburg als seit 95 Jahren erfolgreichem Wirtschaftsstandort. Besonders dankte er allen Involvierten für das entgegengebrachte Vertrauen. Sowohl die Projektpartner als auch Behörden, Kommunen und die Nachbarschaft müssten davon überzeugt sein, dass man in der Lage ist, ein derartiges Großprojekt auch schultern zu können.

Weiter führte Schneider aus: "In seiner 95jährigen Geschichte hat sich das Industrie Center Obernburg immer als Nachbar und Partner der Region verstanden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Daher wurden bei der Vergabe der Gewerke, wo immer es möglich war, einheimische Unternehmen berücksichtigt. Sie alle haben bis jetzt hervorragende Arbeit geleistet. Dafür möchte ich Ihnen allen, vom Geschäftsführer bis zum ausführenden Handwerker nochmals ganz herzlich danken" und "Für einen Standort wie das ICO gehört eine moderne Logistik zu den zentralen Zukunftsfaktoren. Mit dieser Investition leisten wir als Betreibergesellschaft Mainsite einen entscheidenden Beitrag dafür, dass der Standort als eines der wichtigen Wirtschaftszentren unserer Region für die heutigen wie für zukünftige Kunden attraktiv und für kommende Anforderungen gut aufgestellt ist."

Hubertus Dreßler erläuterte die Dimensionen der neuen Hallen als bislang größtem Logistikprojekt des Unternehmens. Alle Betonteile aneinander gereiht ergeben eine Länge von 11 km. Das Gesamtgewicht beträgt insgesamt 24.000 Tonnen. Dreßler bedankte sich für das in seine Firma gesetzte Vertrauen als Generalunternehmen und wünschte den Betreibern viel Erfolg nach Fertigstellung der gesamten Anlage.

Nach dem offiziellen Teil spielte das ICO-Werkblasorchester unter Leitung von Lothar Gruza zur Unterhaltung der Gäste während des Imbisses. Interessierte konnten sich die bereits fertiggestellten Hallen anschauen.

Bayerns größtes Gründach!

Noch etwas Zeit erfordert die Fertigstellung des Biodiversitäts-Gründachs auf den Hallen. Es wird eine Kernzone haben, die erfahrbar macht, wie das Gründach einen ökologisch ähnlich wertvollen Lebensraum darstellt, wie auf dem Boden. In den Außenbereichen liegt der Fokus auf dem nachhaltigen Ökosystem, in dem Tiere und Pflanzen einen biodiversen Lebensraum finden. Dazu entstehen verschiedene Hügel, Totholzbereiche und Tümpel, um die verschiedenen am Erdboden vorkommenden Bio-Zonen abzubilden. All dies wird durch einen Rundweg begehbar gemacht und die künftigen Besucher erleben dort oben ein Stück Natur, wie sie es so noch nie gesehen haben. Für die künftigen Nutzer des Logistikzentrums, einige sind heute hier, bedeutet dies, dass sie neben der effizienten und sicheren Lagerung ihrer Produkte und Waren in den modernen Hallen auch ein gutes Stück weit nachhaltige Logistik betreiben.

Fotos vom Richtfest:

 

 

70.000 Quadratmeter neue Logistikflächen am bayerischen Untermain - größtes Gründach Bayerns

Dezember 2018

Bauarbeiten im Plan - „Grüner Pelz“ als Dach

Dank der milden Temperaturen gingen die Bauarbeiten am neuen ICO-Logistikzentrum wie geplant bis zu den Weihnachtsfeiertagen weiter. Bis dahin wurden jeden Tag 27 Stützpfeiler aufgestellt und mit Bindeelementen aus Beton zur Hallenkonstruktion verbunden. Generalunternehmer für das Großprojekt ist die in Aschaffenburg beheimatete Firma Dreßler.

Die Pfeiler ruhen auf gegossenen Fundamenten. Der Boden der künftigen Hallen wird vor Aufstellung der Pfeiler mit über GPS gesteuerten Planierraupen geebnet, verdichtet und verfestigt. Dadurch ist sichergestellt, dass später automatische Transportsysteme fehlerfrei und präzise arbeiten können. Denn jede größere Niveauabweichung würde eine potenzielle Fehlerquelle bedeuten.

Aktuell stehen bereits vier der insgesamt acht Hallen. Die fünfte befindet sich in der Aufstellung. Auch die Dachkonstruktionen auf den fertig errichteten Hallen sind bereits erstellt. Sie bilden die Basis für das eigentliche Gründach - übrigens wird das ICO-Logistikzentrum das größte Bayerns bekommen.

Beraten wird das erstellende Unternehmen, die Gründach Westerwald GmbH, von Dr. Stephan Brenneisen vom Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule. Er leitet dort die Forschungsgruppe Stadtökologie und ist seit vielen Jahren ein gefragter Fachmann auf dem Gebiet der Dachbegrünung. „Ich kann nur begrüßen, was die Firma Mainsite hier mit dem Gründach vorhat“, so der Experte. „Es wird ein Stück natürliche Vielfalt entstehen, allerdings nicht auf dem Boden, sondern in luftiger Höhe“.

Gründächer werden in Deutschland meist nur angelegt, weil es vorgeschrieben ist. Dabei erwartet der Kunde meist ein „genormtes“ Gründach und geht davon aus, dass es stets im gleichen Zustand bleibt - vergleichbar mit einem Garten. Überall in der Natur erfolgt jedoch Sameneintrag durch den Wind, durch Vögel oder Insekten. Daher erfordert es extrem viel gärtnerischen Aufwand und intensive Pflege, ein Gründach in einem statischen Zustand zu erhalten.

Der Ansatz auf dem ICO-Logistikzentrum zielt darauf ab, die natürliche Artenvielfalt an Pflanzen und Bodenarten entsprechend den klimatischen Verhältnissen am Untermain abzubilden. So wird es auch sandige oder steinige Bereiche geben. Altholzstapel schaffen die Möglichkeit zur Ansiedlung von Insekten aller Art. Auch dies erfordert zwar Pflege, aber nur solange, bis ein eigener Biorhythmus auf dem Dach entstanden ist.

Das Gebäude selbst wird durch ein Gründach zwar deutlich teurer, weil die Tragkonstruktion stabiler sein muss. Allerdings liegt die Haltbarkeit eines Gründachs auch um mindestens 30% höher und es isoliert besser gegen Wärme und Kälte. Zudem dient es als Regenretentionsfläche, d.h. rund 60% des Niederschlags speichert das Dach in seiner Substratschicht. Die restlichen 40% versickern über eine zusätzlich gebaute Rigole im Untergrund.

Damit das Dach besichtigt werden kann, ist auch ein etwa 600 Meter langer Rundweg vorgesehen.

Bild oben: Aktuell wird auf dem künftigen Gründach das Substrat ausgebracht, auf dem später verschiedene Pflanzen und Tiere ihre Heimat finden werden.

Oktober 2018

Seit September erfolgt die Aufstellung der Pfeiler, auf denen die Dachkonstruktion des neuen ICO-Logistikzentrums ruhen werden. Insgesamt entstehen acht Hallen, sieben große und eine kleinere. Nach Planierung der Grundfläche werden die Fundamente vorbereitet, auf denen die Pfeiler stehen werden. Per Autokran erfolgt dann die Aufstellung direkt vom Tieflader. Insgesamt 27 Pfosten werden so pro Tag gestellt. Außerdem kommen noch die Binder und die Wandelemente hinzu. Die Anlieferung der vielen Betonteile erfolgt weitgehend außerhalb der morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten, dass der Elsenfelder Stachus möglichst wenig belastet wird.

Mittlerweile ist die Halle 8 bereits mit einem Dach versehen, in der Halle 7 erfolgt der Einbau der Verbindelemente und im Bereich der Halle 6 wachsen die Pfeiler Reihe um Reihe aus dem Boden. Zeitgleich wird die Fläche für die Halle 5 vorbereitet. Die Planierung führen GPS-gesteuerte Planierraupen aus. So wird sichergestellt, dass das Bodenniveau für die Fundamente stets gleich hoch ist.

Aufstellen der Pfeiler

Bild oben: Aufstellen der Pfeiler mittels Autokran

Bild oben: Blick in die Halle 7

Bild unten: Blick in die bereits überdachte Halle 8

 

September 2018

Mit einer logistischen Gesamtfläche von 70.000 Quadratmetern, verteilt auf sieben hochwertige und mit hohem Automatisierungsgrad ausstattbaren Logistikhallen von je rund 10.000 m2, erstellt Mainsite im Industrie Center Obernburg (ICO) ein neues und modernes Logistikterminal mit 150.000 Palettenstellplätzen und trimodaler Verkehrsanbindung. Sie stehen ab dem dritten Quartal 2019 zur Verfügung. Neben der Nutzung für die hier beheimateten Unternehmen ist auch die Vermietung von Hallenflächen und Stellplatzkapazitäten an weitere Interessenten geplant, die das neue Terminal für ihre Logistik nutzen möchten. Möglich ist insbesondere auch die Nutzung für unter die GGVS fallende Güter.

Die sieben geplanten Logistikhallen bieten mit ihren insgesamt 70.000 Quadratmetern Lagerfläche Platz für 150.000 regalierte Stellplatzeinheiten. Befestigte Außenanlagen auf 25.000 Quadratmetern dienen als Stau-, Rangier- und Parkflächen. Die Hallenhöhe beträgt an der Unterkante der Binder 11,60 Meter, die Lagerhöhe 9,50 Meter. Die neuen Hallen werden mit zehn Rampen/Toren pro Halle ausgestattet und verfügen über 6-Tonnen-Klappkeilbrücken an den Verladetoren für die variable Fahrzeugbe- und -entladung. Weiter stehen in der jeweiligen Halle 6.500 Quadratmeter auf einer Mezzaninebene als Büro-, Sozial- und Fachbodenlagerflächen zur Verfügung. Weitere Einrichtungen bilden acht Sektionaltore zur ebenerdigen Warenanlieferung und -abholung, eine Warmwasserheizung für temperaturempfindliche Waren und Produkte, eine 200- Lux-LED-Beleuchtung, eine moderne Brandmeldeanlage, eine Sprinklerzentrale mit Löschwasserbevorratung und einem Deckensprinklernetz sowie Wandhydranten.

Die Betonbodenplatte ist ausgelegt auf eine Nutzlast von sieben Tonnen pro Quadratmeter. Der Verladehof ist als Betonsohle ausgeführt, die Lkw- und Pkw-Fahr- bzw. Stellflächen in Asphalt. Die Zufahrt zum neuen Terminal ist über die Staatstraße 2309, die Verbindungsstraße zwischen den Kommunen Erlenbach und Elsenfeld geregelt. Der abfließende Verkehr läuft über die Glanzstoffstraße. Das Gelände wird eingezäunt und vom Werkschutz der Mainsite sowie von der ICO-Werkfeuerwehr sicherheitstechnisch betreut.

Nach intensiven Vorbereitungsgesprächen mit den beiden Standortkommunen Erlenbach und Elsenfeld, auf deren Gemarkungen der Neubau entsteht liegt mittlerweile ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor und auch der Antrag auf Baugenehmigung ist gestellt. Aktuell werden nach Rodung und Planierung des Geländes die Versorgungseinrichtungen eingebracht. Die seitens der Aufsichtsbehörden geforderten Ausgleichsmaßnahmen   für den Eingriff in die Natur erfüllt Mainsite deutlich umfangreicher als notwendig. Neben verschiedenen Aufforstungsmaßnahmen auf standorteigenem ICO-Gelände und qualitätsverbessernden Umweltmaßnahmen in verschiedenen Waldarealen der Standortgemeinden entsteht auf der Dachfläche des neuen Terminals das größte Gründach Bayerns.

Soweit wie möglich greifen die Projektverantwortlichen bei allen anfallenden Arbeiten auf Unternehmen der Region zurück. Dies gilt für die gesamten Planungsarbeiten und die Konzepterstellung der Tiefbauarbeiten durch das Laudenbacher Ingenieurbüro ISB sowie die Ausführung der Tiefbauarbeiten im Rahmen der Geländevorbereitung durch die in Niedernberg beheimatete Firma Stix. Mit den folgenden Bauarbeiten bei der Errichtung des Gebäudes in den Sommermonaten wurde die Firma Dreßler Bau GmbH in Aschaffenburg beauftragt. Die logistische Konzeptentwicklung mit Hochregalsystemen und hochautomatisierter Fördertechnik inclusive der Förderanlage aus der ICO-Standortproduktion soll ebenfalls mit einem regionalen Unternehmen realisiert werden.

Die Investition von rund 50 Mio. Euro erfolgt durch die Mainsite GmbH & Co.KG als Betreibergesellschaft des ICO. Den logistischen Betrieb des Terminals übernimmt das standorteigene Logistikunternehmen.

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